Hürtgen/von Gartzen sind zufrieden

Ein Team: Claudia Hürtgen und Sebastian von Gartzen. Foto: Kasan

Rennserie GT4 Germany: Der Wehrheimer Sebastian von Gartzen und Claudia Hürtgen fahren auf dem Lausitzring auf die Ränge sechs und acht.

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HOCHTAUNUS. Im Dunkeln auf die Plätze acht und sechs - das sind die Resultate der beiden Läufe in der GT4 Germany, die der Wehrheimer Sebastian von Gartzen zusammen mit Claudia Hürtgen (beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4 auf dem Lausitzring erzielt hat. An diesem Wochenende wird die Rennserie mit den Läufen in Oschersleben beendet.

"Der Lausitzring war der Ersatzlauf zum ursprünglich geplanten Rennen in Zandvoort/Niederlande, der nicht genehmigt wurde", berichtet Sebastian von Gartzen. Beide Rennläufe wurden am verregneten Wochenende im Dunkeln gefahren. "Wir hatten am Samstag Probleme mit dem Auto, im, Qualifying ist Claudia auf Platz 15 gefahren. Am Sonntag konnte ich uns auf Rang elf qualifizieren", erzählt der Wehrheimer.

Im ersten Rennen erwischte Claudia Hürtgen einen super Start und fuhr schon in der ersten Runde auf Platz neun vor. Aufgrund der nassen Bedingungen und der fehlenden mehrstufigen Traktionskontrolle des BMW - alle anderen Fahrzeuge besitzen diese - konnte Hürtgen die gutgemachten Plätze nicht halten. Sebastian von Gartzen erläutet: "Der BMW M4 GT4 besitzt nur die Möglichkeit, komplett mit Traktionskontrolle oder ohne zu fahren . Bei voll eingeschalteter Traktionskontrolle regelt die Elektronik das Auto so runter, das man kaum noch Vortrieb bei nasser Fahrbahn hat." Hürtgen übergab ihm das Auto auf Platz 15. Durch einige Überholmanöver, fehlerfreies Fahren und viele Fehler der Konkurrenz, konnte von Gartzen dann unter den schwierigen Bedingungen auf den guten achten Platz vorfahren.

Für das zweite Rennen entschied sich das Team, anders als fast alle restlichen Konkurrenten, auf Slicks in das Rennen zu starten. "Wir rechneten damit, dass es immer trockener werden würde. Auch ich hatte einen wirklich perfekten Start und kam bereits nach Kurve eins auf Platz acht raus. Zwei Kurven später drehte sich vor mir ein Mercedes, ein dahinter fahrender Mclaren konnte nicht mehr ausweichen und ist in den Mercedes reingefahren. Ich konnte gerade so ausweichen und war somit bereits auf Platz sechs", berichtet von Gartzen.

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Aufgrund der Trümmer durch den Unfall musste das Rennen wenige Kurven später mit der roten Flagge abgebrochen werden. Das Reglement sieht in so einem Fall vor, dass der Restart von der ursprünglichen Startposition aus erfolgen muss. Somit wurde von Gartzen wieder nach hinten auf Rang elf gestellt.

Das Rennen wurde knapp 20 Minuten später hinter dem Safety Car gestartet, doch noch in der gleichen Runde gab es erneut einen Zwischenfall, sodass das Safety Car erneut auf die Strecke musste. Zum Fahrerwechsel kamen alle Fahrzeuge gleichzeitig in die Box (während der Safety-Car-Phase), was ein optimales Timing während des Fahrerwechsels nötig machte. "Weitere Zwischenfälle im Rennen und viele Runden hinter dem Safety Car haben uns auf Platz acht vorgebracht. Zwei Mitbewerber haben noch Strafen bekommen, wodurch wir noch auf den sechsten Platz vorgespült wurden. Durch zwei fehlerfreie Rennen von Claudia und mir konnten wir unter den schwierigen Mischbedingungen zwei gute Ergebnisse nach Hause bringen. In Rennen zwei wäre mit Sicherheit noch mehr drin gewesen, da wir mit den Slicks eine wirklich perfekte Strategie hatten für die abtrocknende Fahrbahn", blickt von Gartzen zufrieden zurück.

Die letzten beiden Läufe zur Meisterschaft finden am kommenden Wochenende in Oschersleben statt. Sebastian von Gartzen ist gespannt: ""Hier hoffen wir, auch aufgrund einer etwas besseren Balance of Performance, ganz vorne mitmischen zu können. Die Rennen finden auch dort wieder abends statt, was Spannung garantiert."