Nichts zu holen beim Tabellenführer

(tw). Nichts geworden ist es mit der erhofften Wiederholung des Punktgewinns aus dem Januar. Die Kegler des KSV Wetzlar konnten beim Hessenliga-Spitzenreiter KV Blau-Weiß...

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SONTRA/WETZLAR. Nichts geworden ist es mit der erhofften Wiederholung des Punktgewinns aus dem Januar. Die Kegler des KSV Wetzlar konnten beim Hessenliga-Spitzenreiter KV Blau-Weiß Sontra am Ende noch froh sein, dank Frank Koerner nicht ohne eine zusätzliche Einzelwertung dazustehen. Dabei trennte die Domstädter allerdings meist nur eine schwache Bahn von höheren Wertungen.

Die zweite KSV-Mannschaft gewann dagegen unerwartet deutlich das Kellerduell in der Verbandsliga bei der KSG Marburg und gab die Rote Laterne ab. Derweil entschieden die Wetzlarer Damen das A-Liga-Stadtderby für sich. Beim ESV wurden trotz des Felens von Gabi Schäfer und Jasmin Wendt drei Punkte eingefahren.

Hessenliga

Kurzfristig musste mit Rainer Scheidt ein weiterer Wetzlarer Punktgarant der vergangenen Saison - neben dem mit Trainingsrückstand kämpfenden Philipp Wagner - ersetzt werden. Gegen die mit Daniel Hofmann (881) und Marcus Kachel (922) souverän beginnenden Hausherren hielt Frank Koerner (864) lange mit, bevor er auf der letzten Bahn die Segel streichen musste. Edgar Hardt (829) konnte seinen mäßigen Start in der zweiten Hälfte nicht mehr aufholen.

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Daraus, dass die Osthessen mit Florian Böhm (852) und Markus Langer (853) im Anschluss unter Koerner blieben, konnten die Domstädter keinen Profit schlagen. Michel Andrick (805) fand nicht den richtigen Zugriff zu den Bahnen, und Alexander Rohde (844) vermisste das letzte Quäntchen Glück.

Den Schlussblock dominierte Andreas Schad (916). Daneben hatte Peter Vollmer-Braas (849) Michael Mutter (890) eigentlich schon im Griff, bevor ihm, ebenso wie Mitstreiter Dominik Schmidt (740), am Ende total die Luft ausging und die letzte Hoffnung auf Zähler für die KSV-Erste begraben werden musste.

Auch alle anderen Partien des Spieltags endeten mit deutlichen Heimerfolgen. Wettenberg stand beim unerwartet starken Hessenligaaufsteiger SKS Fulda auf verlorenem Posten. Dillenburg-Herborn ließ Heuchelheim keine Chance. Hönebach-Ronshausen fand gegen Gute Fahrt Fulda wieder zu seiner Heimstärke, und Waldbrunn-Hadamar setzte sich souverän gegen das harmlos auftretende Team aus Allendorf/Lumda durch.

Verbandsliga

Mit Philipp Wagner, Tim Steinmüller und Thomas Wohlert fehlten der zweiten KSV-Mannschaft drei zuletzt aufgebote Akteure. Die "Ersatz"-Spieler machten ihre Aufgabe aber zum Teil hervorragend. Zunächst hatten aber Jörg Steinmüller (735) und Benjamin Scheidt (771) gegen die stärksten Marburger Gastgeber Andreas Harborth (808) und Gerald Loyo (774) das Nachsehen. Allerdings sollte keiner der "Schimmelreiter" mehr an Scheidts Zahl vorbeikommen. Dagegen machten die aus der "Dritten" aufgerückten B-Senioren ihre Aufgabe ausgesprochen gut - neben Jürgen Schmidt (751) vor allem Reiner Nokielski (831), der sich auf der letzten Bahn die Tageshöchstleistung verbaute. Diese erzielte Thoma Schindler (839) und machte neben Peter Vollmer-Braas (757) den Sack zu.

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Damit schlossen die Wetzlarer auf zu Großen-Buseck, nächster Gegner des KSV II, der bei Tabellenführer Mittelhessen II unter die Räder kam. Verfolger Kirberg-Eisenbach musste im Hünfelder Derby gegen Nauheim den Zusatzpunkt ziehen lassen. Das Überraschungsteam aus Lollar punktete auch bei Hinterland.

A-Liga

Von den gastgebenden Eisenbahners gelang es Sylvia Jirsak (623) und Jens Dolinski (619) lediglich, sich vor KSV-Nachwuchsspielerin Marie Lehnhausen (611) zu setzen, was Wolfgang Sachs (601) verwehrt blieb. Martina Lehnhausen (636) und Heike Steinmüller (636) wurden knapp von Jörg Jirsak (637) übertroffen. An der Spitze vervollständigte die Ranglistenerste Selina Petschel (658) den Sieg, der sie nun schon auf Platz zwei hinter Tabellenführer Großen-Buseck II führte.