Erster deutlicher Oberliga-Sieg

Kaum zu stoppen: Cheyne Matheson erzielte drei Treffer gegen die Eisbären Hamm. Foto: Nicole Baas

Souverän und ungefährdet: Die EG Diez-Limburg hat den ersten deutlichen Sieg in der Eishockey-Oberliga Nord gefeiert, schlägt im Aufsteiger-Duell die Hammer Eisbären mit...

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LIMBURG/DIEZ. Souverän und ungefährdet: Die EG Diez-Limburg hat den ersten deutlichen Sieg in der Eishockey-Oberliga Nord gefeiert, schlägt im Aufsteiger-Duell die Hammer Eisbären mit 6:1 (1:0, 3:1, 2:0). Die Gastgeber ließen zu keinem Zeitpunkt die ersatzgeschwächten Westfalen ins Spiel finden.

Zwei Duelle gab es bereits im Saisonverlauf zwischen Rockets und Eisbären – beide in Hamm, beide hart umkämpft und jeweils nur knapp mit dem besseren Ende für die EGDL. Bei der fehlte am Dienstagabend Kapitän Kevin Lavallee erkrankt, Keeper Jan Guryca wurde zudem geschont. Für ihn rückte Tim Stenger, der erneut ein ganz starkes Spiel ablieferte, zwischen die Pfosten.

Bei den Eisbären fehlten wichtige Akteure wie Kevin Thau, Michel Maaßen, Thomas Lichnovsky und Igor Furda, dennoch standen da knapp drei Reihen mit guter Qualität auf dem Eis. Die Gastgeber ließen diese jedoch zu fast keinem Zeitpunkt zur Entfaltung kommen. Wenn, dann waren es in der Regel Einzelaktionen, mit denen etwa Kapitän Kevin Orendorz zum Abschluss kam. Aber Stenger behielt zunächst bei allen Versuchen der Gäste die Oberhand.

Offensiv erarbeiteten sich die Rockets ein klares Übergewicht. „Wir waren phasenweise dominant und haben ein gutes erstes Drittel gespielt“, analysierte Rockets-Cheftrainer Marius Riedel. „Wir haben unsere Spielweise angepasst und wollten nicht erneut einfach mit der Scheibe in die neutrale Zone fahren. Unser Plan war es, mit viel Geschwindigkeit ins Angriffsdrittel zu fahren, einen Stürmer hart zum Tor zu schicken und ihn dort anzuspielen.“

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Das versuchten die Rockets in Person von Kyle Brothers und Cheyne Matheson bereits im ersten Drittel mehrfach - und beim vierten Versuch netzten die Kanadier auch ein: Brothers auf Matheson, 1:0. 17 Minuten waren da gespielt. Eine zu niedrige Führung nach den ersten 20 Minuten, gemessen an den Chancen. Aber die EGDL lag dennoch voll im Soll.

Und sie machte im zweiten Drittel auch die notwendigen Tore: Cheyne Matheson schnürte mit zwei weiteren Toren einen Hattrick (21., 36.), der nur deshalb nicht lupenrein war, weil Kyle Brothers zwischenzeitlich das 3:0 erzielt hatte (30.). Die ersten vier Tore gingen allesamt auf das Konto der Kanadier – und dennoch war das nur die Speerspitze einer starken Teamleistung.

Tim Stenger musste nur einmal hinter sich greifen, nachdem der Hammer Schwede Andreas Valdix in Überzahl auf 1:4 verkürzt hatte (40.). Ansonsten bekamen die Eisbären keine weitere Chance mehr zum Jubeln. Ganz anders die Rockets: Henry Wellhausen (46.) und Marc Zajic (54.) besorgten den 6:1-Endstand. Riedels Mut wurde erneut belohnt. Der Trainer spielte erneut mit vier Reihen durch, ließ die beiden jungen Spieler Niko Lehtonen und Maximilian Droick mehrfach mit Routinier Steve Slaton als Center auflaufen.

Der Sieg war am Ende das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung – jeder der 19 Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen bekam Gelegenheit, sich auf dem Eis zu beweisen. „Das ist mir unheimlich wichtig“, sagte Riedel. „Wir haben auch heute wieder konsequent mit vier Reihen gespielt. Tim Stenger hat das im Tor erneut ganz souverän gemacht. Und auch die Jungs aus der vierten Reihe haben wieder gezeigt, dass sie Oberliga spielen können. Sie waren heute erneut nah dran an einem Tor.“

Diez-Limburg: Stenger (Busch) – Valenti, Seifert, Marek, Halbauer, Slaton, Pöpel, Wächtershäuser, Droick, Krämer – Brothers, Matheson, Hildebrand, Zajic, Patocka, Köhler, Wellhausen, Lademann, Firsanov, Lehtonen.

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Tore: 1:0, 2:0 Cheyne Matheson (17., 21.), 3:0 Kyle Brothers (30.), 4:0 Cheyne Matheson (36.), 4:1 Andreas Valdix (40.), 5:1 Henry Wellhausen (46.), 6:1 Marc Zajic (54.).

Strafminuten: Diez-Limburg 14, Hamm 10.

Von Tom Neumann