Sieg und Niederlage im Osten

Kein Durchkommen gab es für die Rockets um Marc Zajic (Mitte) beim 0:4 in Leipzig. Foto: Nicole Baas

Sieg und Niederlage im Osten der Republik: Die EG Diez-Limburg hat in der Eishockey-Oberliga Nord nach der 0:4-Niederlage bei den Icefighters Leipzig ein 5:2 bei den Rostock...

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LIMBURG/DIEZ. Sieg und Niederlage im Osten der Republik: Die EG Diez-Limburg hat in der Eishockey-Oberliga Nord nach der 0:4-Niederlage bei den Icefighters Leipzig ein 5:2 bei den Rostock Piranhas folgen lassen. Bereits am Dienstag geht es für die EGDL weiter mit einem Heimspiel gegen die Eisbären Hamm (20 Uhr).

Icefighters Leipzig – EG Diez-Limburg 4:0 (1:0, 1:0, 2:0): „Wir hatten uns heute definitiv etwas ganz anderes vorgenommen“, sagte EGDL-Trainer Marius Riedel am Ende der 60 Minuten im Leipziger Kohlrabizirkus. „Da war schon im ersten Drittel zu wenig Energie drin. Wir hatten in der defensiven Zone kaum Kontakt zum Gegner.“ Leipzig nutzte das jedoch nur zu einem Treffer durch Marvin Miethke (14.). Zwar standen die ohne Kapitän Kevin Lavallee und angetretenen Marius Pöpel Rockets in der Folge defensiv weiterhin gut, den zweiten Treffer der Gastgeber durch Paul König (38.) kurz vor Ende des Drittels konnte die EGDL aber nicht verhindern. Ärgerlich: Erneut wollte im Powerplay nichts gelingen. Gleich vier Überzahl-Situationen blieben ungenutzt.

Im letzten Drittel entschieden die Icefighters die Partie mit dem dritten Treffer durch Moritz Israel (58.). Erneut fiel das Tor spät im Drittel, erneut hatte die EGDL defensiv ordentlich gearbeitet, offensiv aber zu viele Möglichkeiten liegen gelassen. Dass am Ende auch noch das 0:4 fiel, war der Tatsache geschuldet, dass Marius Riedel Jan Guryca für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatte, um noch einmal alles zu versuchen. Walther Klaus nutzte die Chance in Unterzahl zum 4:0-Endstand (59.).

„Wir sind im letzten Drittel besser ins Spiel gekommen“, analysierte Riedel nach Spielende. „Aber wenn du im Powerplay keine Tore schießt, dann hast du in der Liga keine Chance.“

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Diez-Limburg: Guryca (Stenger) – Valenti, Seifert, Marek, Halbauer, Slaton, Wächtershäuser, Droick – Brothers, Matheson, Hildebrand, Zajic, Patocka, Köhler, Wellhausen, Lademann, Firsanov, Lehtonen.

Tore: 1:0 Marvin Miethke (14.), 2:0 Paul König (38.), 3:0 Moritz Israel (58.), 4:0 Walther Klaus (59., empty net, Unterzahl).

Strafminuten: Leipzig 8, Diez-Limburg 4.

Rostock Piranhas – EG Diez-Limburg 2:5 (1:3, 0:2, 1:0): Der Spielverlauf ließ schnell den Eindruck zu, dass da eine andere Rockets-Mannschaft auf dem Eis steht als noch beim letzten 0:7-Gastspiel an der Ostsee: Bereits nach 49 Sekunden traf Philipp Halbauer zur Führung (1.). „Wir wollten es uns heute auch ein bisschen selbst beweisen“, sagte Rockets-Trainer Marius Riedel. Und dabei meinte er nicht nur das letzte Spiel in Rostock, sondern auch die 0:4-Niederlage am Freitag in Leipzig.

Auf dem Eis sah das so aus: Rostock gelang zwar der Ausgleich durch Matt Pistilli (8.). Doch nur zwei Minuten später gab die EGDL die Antwort: Dominik Patocka brachte die Rockets an alter Wirkungsstätte wieder in Führung (10.). Und wenig später traf Marc Zajic zum 3:1 (12.). Wichtige Randnotiz des dritten Treffers: Es war ein Tor in Überzahl! Das Powerplay der EGDL präsentierte sich in Rostock deutlich verbessert im Vergleich zu den letzten Spielen.

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Denn auch das 4:1 im zweiten Abschnitt entsprang einer Überzahlsituation. Zwar war Rostock beim Schlagschuss von Tim Marek gerade wieder vollzählig auf dem Eis, die Ordnung aber hatten die Piranhas beim Treffer des Verteidigers noch nicht gefunden. Mit dem 5:1 durch Cheyne Matheson, ebenfalls noch im zweiten Drittel (35.), war die Partie entschieden.

„Wir haben bereits nach dem 4:1 umgestellt“, berichtete Riedel. Der Trainer ließ fortan nur noch mit einem Spieler forechecken, die Verteidiger sollten sich zudem nicht mehr in die Offensive mit einschalten. Der Plan ging auf, obendrein konnten so ein wenig Kräfte geschont werden für das Spiel am Dienstag gegen Hamm. Im letzten Drittel ließ Diez-Limburg nichts mehr anbrennen. Rostock kam wenige Sekunden vor dem Ende lediglich noch zum 2:5 durch Matt Pistilli (60.). Der hochverdiente Sieg war perfekt.

„Am Dienstag wartet ein ganz schweres Spiel auf uns“, sagte Riedel im Vorschaublick. „Hamm hat zuletzt sehr stark gespielt und auch am Sonntag wie so oft nur mit einem Tor Unterschied verloren, dieses Mal beim Spitzenreiter Hannover Scorpions. Ich erwarte auch am Dienstag eine sehr gute Hammer Mannschaft.“ Personell wird Kapitän Kevin Lavallee weiterhin fehlen, Marius Pöpel wird hingegen in den Kader zurückkehren.

Diez-Limburg: Guryca (Busch) – Valenti, Seifert, Marek, Halbauer, Slaton, Wächtershäuser, Droick – Brothers, Matheson, Hildebrand, Zajic, Patocka, Köhler, Wellhausen, Lademann, Firsanov, Lehtonen.

Tore: 0:1 Philipp Halbauer (1.), 1:1 Matt Pistilli (8.), 1:2 Dominik Patocka (10.), 1:3 Marc Zajic (12., Überzahl), 1:4 Tim Marek (27.), 1:5 Cheyne Matheson (35.), 2:5 Matt Pistilli (60.).

Strafminuten: Rostock 14, Diez-Limburg 10.

Von Tom Neumann