Einigungsstelle: Segula-Mitarbeiter müssen gehen

Am geplanten Jobabbau beim Rüsselsheimer Ingenieurdienstleister geht offenbar kein Weg vorbei. In einer Einigungsstelle ist jetzt ein Sozialplan beschlossen worden.

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RÜSSELSHEIM/SÜDHESSEN. Beim Ingenieurdienstleister Segula in Rüsselsheim bleibt es offenbar beim vorgesehenen Stellenabbau. Die Einigungsstelle sei zu einem Ergebnis gekommen, berichtet die IG Metall. Demnach habe man einen Sozialplan beschlossen, der ein Abfindungsprogramm bei Verlust des Arbeitsplatzes sowie die Einrichtung einer Transfergesellschaft vorsieht.

Die Geschäftsführung wollte ursprünglich 200 Stellen abbauen. „Leider können wir dies nicht komplett verhindern“, sagt Betriebsratsvorsitzender Lars Kotscha. Die Transfergesellschaft könne die Nachteile nun zumindest mildern. Nach Angaben der IG Metall bewegten sich die Abfindungen „im Rahmen anderer tarifgebundener Betriebe in Südhessen“. Genaueres war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen.

Der Betriebsrat forderte die Geschäftsführung auf, „endlich im Drittkundengeschäft Aufträge an Land“ zu ziehen, um die verbliebenen Arbeitsplätze zu sichern. Segula ging erst im Herbst 2019 an den Start und wurde vor allem mit 700 früheren Mitarbeitern des Opel-Entwicklungszentrums aufgebaut. Einige wollten zuletzt über Klagen beim Arbeitsgericht die Rückkehr zu Opel erzwingen.