Klinik auf neuesten Stand bringen

aus BDH-Klinik Braunfels gGmbH

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Chefärztin Inga Sünkeler und Intensiv-Pfleger Matthias Reuter präsentieren die "Schlaganfallstation" mit ihren acht Monitoring-Betten für die Erstversorgung von akuten Fällen.   Foto: Volkmar

BRAUNFELS Die Neurologische Klinik in Braunfels hat für über vier Millionen Euro den Nordflügel saniert und auf den neuesten Stand der Medizintechnik gebracht. In dem...

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. BRAUNFELS Die Neurologische Klinik in Braunfels hat für über vier Millionen Euro den Nordflügel saniert und auf den neuesten Stand der Medizintechnik gebracht. In dem dreistöckigen Gebäudekomplex befinden sich Akutstation, Frührehabilitation und Notaufnahme.

Rechtzeitig zum 65-jährigen Bestehen der Fachklinik konnten die einjährigen Sanierungsmaß;nahmen jetzt abgeschlossen werden. Für die Klinikleitung ein Grund, im Rahmen einer Feierstunde die gelungene Sanierung der Öffentlichkeit vorzustellen und den Verantwortlichen aus dem Bereich "Planung und Bau" zu danken.

"Wir sind stolz, dass wir diesen Kraftakt unter der weitgehenden Aufrechterhaltung des Klinikbetriebes geschafft haben", so Geschäftsführer Dietmar Demel, als er die Gäste begrüß;te. Unter ihnen die langjährige Vorsitzende des Bundesverbandes Rehabilitation (BDH), Ilse Müller, dem alleinigen Träger der Klinik, und Braunfels’ Bürgermeister Wolfgang Keller.

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Ein groß;es Lob sprach Demel den Handwerkern aus, die bei laufendem Klinikbetrieb und in Absprache mit der Stationsleitung gearbeitet haben. "Sie haben sich bemüht, Patientenverträglich zu arbeiten, aber ganz ohne Beeinträchtigungen ging es nicht", beschrieb Demel die Stimmung auf den Stationen. In seinen Dank schloss der Geschäftsführer auch das Personal mit ein.

Viele der 200 Mitarbeiter aus dem Bereich Medizin und Pflege hätten ihren Dienst unter erschwerten Bedingungen leisten müssen.

Der Nordflügel der Klinik wurde in den Jahren 1992/1993 zum einen saniert, aber auch durch einen Neubau groß;zügig erweitert. Dabei waren die Haus- und Medizintechnik auf die Behandlung von Reha-Patienten ausgelegt.

Aus Erholungsheim für hirnverletzte Kriegsteilnehmer ist moderne medizinische Einrichtung geworden

"Nachdem die 52-Betten-Stationen, zumeist als Einzelzimmer ausgelegt, seit Jahren ausschließ;lich von der Akutmedizin genutzt werden, war schon aus diesem Grund eine Sanierung zwingend geboten. Eine Maß;nahme, die wir ausschließ;lich durch Eigenmittel finanziert haben", betonte der Geschäftsführer.

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Die leitende Architektin Ute Kramm, Inhaberin des Architektenbüros "Aplus" in Gieß;en, bezeichnete die Baumaß;nahme als eine Kernsanierung, bei der Planung und Handwerker Teamarbeit geleistet hätten. Wenn ein 25 Jahre altes Haus saniert werde, müssten die elektrischen Leitungen, die Wasser- und Abflussleitungen und die Wärmedämmung erneuert werden.

In einem Krankenhaus komme noch viel mehr dazu: Kabelstränge für die vernetzte Kommunikation, moderne Rauchmelder und Rauchabzugskanäle, die von jeder Station bis zum Dach hochgezogen werden mussten, erläuterte die Architektin den Umfang der Sanierung, zu der auch die automatische Klimatisierung aller Zimmer gehörte.

"Jetzt sind wir für die Zukunft gut aufgestellt und können unseren Patienten hochwertige Medizin in einer ,Wohlfühlatmosphäre‘ bieten", sagte die BDH-Vorsitzende. Vom Erholungsheim für hirnverletzte Kriegsteilnehmer habe sich der Standort in 65 Jahren zu einer modernen Neurologischen Klinik entwickelt.

"Gott sei Dank, es ist geschafft", sagte der Ärztliche Direktor, Professor Klaus-Dieter Böhm. Die Sanierungsphase sei für mehr als 20 Fachärzte und 160 Pflegekräfte eine schwere Zeit gewesen. In der "Neurologischen" seien im vergangenen Jahr mehr als 4000 Patienten stationär behandelt, darunter über 400 mit der Diagnose "Schlaganfall".