Spatenstich für tegut...-Logistikzentrum

Der offizielle Spatenstich für das neuen Tegut-Logistikzentrum. Foto: Görlich

Das Startsignal für den Neubau des tegut… Logistikzentrums in Michelsrombach setzte der Fuldaer Lebensmittelhändler mit dem offiziellen Spatenstich.

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HÜNFELD. (rg). Das Startsignal für den Neubau des Tegut-Logistikzentrums in Michelsrombach setzte der Fuldaer Lebensmittelhändler mit dem offiziellen Spatenstich. Auf einer Fläche von insgesamt 23 Hektar soll im Logistikpark Hessisches Kegelspiel bis 2023 ein neuer moderner Standort entstehen, der circa 17 000 unterschiedliche Artikel bewirtschaften und ausliefern wird. Für das restliche Jahr sind Erd-, Tief- und Straßenbauarbeiten angedacht. „Ich bin sehr froh, heute hier stehen zu können. Das ist ein besonderer Moment“, erläuterte Tegut-Logistik-Geschäftsleiter Michael Egerer. Tegut sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und befände sich auch weiterhin auf Expansionskurs, führte er fort. Ziel der neuen Erweiterung ist die Entwicklung und Optimierung der bisherigen Infrastruktur des Unternehmens, um die Tegut-Märkte effizient und zuverlässig zu beliefern. Zusätzlich werden durch den Bau des Zentrums zusätzliche Kapazitäten geschaffen, die das Unternehmenswachstum absichern. „Das Projekt ist definitiv wegweisend“, verdeutlichte Egerer und stellte klar, dass es sich keinesfalls um eine alltägliche Investition handele. Der Investitionsbetrag befindet sich im unteren dreistelligen Millionenbereich.

Die Hünfelder Stadträtin Martina Sauerbier drückte ebenfalls ihre Freude über das Bauprojekt aus. „Tegut ist hier ja quasi zuhause. Wir als Stadt sind sehr glücklich darüber, dass der Standort hier in Hünfeld gewählt wurde.“ Sie hob die frühzeitige und kooperative Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Lebensmittelhändler hervor und verdeutlichte, dass bereits jetzt eine Menge Arbeit in dem Projekt stecke. „Die Schaffung der neuen Arbeitsplätze und auch der Erhalt der alten, vermittelt zudem Sicherheit“, so Sauerbier. Auch Tegut-Bau-Projektleiter Michael Möller sprach sich für den Standort aus: „Wir haben während der Planung einen Standort gesucht, der sich nahe des Einzugsgebiets unserer Märkte befindet und einen guten Anschluss zur Autobahn hat. Das ist hier gegeben.“ Die größte bauliche Herausforderung zu diesem Zeitpunkt sei laut Möller die Hanglage des Grundstücks.

In den kommenden Monaten wird der Untergrund des 23 Hektar großen Grundstücks für den Hochbau vorbereitet. Den Auftrag für die dafür benötigten Erd-, Tief- und Straßenbauarbeiten erteilte man der Firma Bickhardt Bau. Prokurist Uwe Glück bedankte sich dafür und erklärte, dass es sicherlich eine große Herausforderung, aber auch ein spannendes Projekt sei. Michael Hohenhaus, verantwortlicher Projektleiter der Tollé Planungsgesellschaft in Verden, fügte an: „Durch den Erdbau ist im Moment das Wetter der größte Risikofaktor.“

Auch das Thema der Automatisierung spielte in der Planung eine Rolle. Das Zentrum, mit einer Gebäudefläche von 90 000 Quadratmeter, werde in Zukunft durch ein automatisches Hochregallager mit knapp 38 000 Palettenstellplätzen und ein Behälterlager mit knapp 85 000 Behälterstellplätzen der Firma SSI Schäfer unterstützt werden, erklärte Tegut-Logistik-Projektleiterin Kathrin Wendt. Der Start des Hochbaus ist im Frühjahr 2021 geplant, die finale Nutzung soll 2023 möglich sein. Nach der Fertigstellung sollen über 800 Mitarbeiter in dem Neubau arbeiten – mehr als 400 werden aus den bisherigen Standorten in Seeberg im Landkreis Gotha in Thüringen und Fulda übernommen.