SPD will eine eigene Finanzverwaltung

aus Gemeinde Dietzhölztal

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Als der Leiter der Finanzabteilung im Ewersbacher Rathaus verstarb, war die Gemeinde über die Hilfe aus Dillenburg froh. Ob die Zusammenarbeit auf Dauer angelegt werden sollte,...

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Dietzhölztal-Ewersbach. Als der Leiter der Finanzabteilung im Ewersbacher Rathaus verstarb, war die Gemeinde über die Hilfe aus Dillenburg froh. Ob die Zusammenarbeit auf Dauer angelegt werden sollte, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Erst kürzlich haben die Bürgermeister aus Dietzhölztal, Dillenburg und Sinn einen Dienstleistungsvertrag unterzeichnet. Darin sind die Bedingungen festgelegt, zu denen Dillenburg und Sinn die Finanzgeschäfte Dietzhölztals übernehmen. Das zu einem Dauerzustand zu machen, will die Dietzhölztaler SPD verhindern. Zur nächsten Parlamentssitzung am 10. September bringen die Genossen einen Antrag ein, mit dem sie den Gemeindevorstand auffordern, die Leitung der Finanzabteilung der Gemeinde schnellstmöglich wieder zu besetzen. Zudem wollen die Genossen erreichen, dass „die Zusammenarbeit mit der Stadt Dillenburg im Bereich der Finanzabteilung, für deren Unterstützung wir in einer schwierigen Zeit dankbar sind, nicht verstetigt und schnellstmöglich beendet wird“.Aktuell stellen Mitarbeiter der Dillenburger Stadtverwaltung beispielsweise den Etat für Dietzhölztal auf. Die stellvertretende Leiterin des Dillenburger Finanzressorts hat die fachliche Leitung im Ewersbacher Rathaus kommissarisch übernommen. Im Dienstleistungsvertrag ist unter anderem geregelt, was die Gemeinde Dietzhölztal für diesen Service bezahlen muss.

Bürgermeister Andreas Thomas zeigte sich in der Vergangenheit stets froh über die kompetente Unterstützung aus Dillenburg. Er will, dass aus dem aktuellen Dienstleistungsverhältnis eine dauerhafte Lösung, eine offizielle interkommunale Zusammenarbeit wird. Eine solche besteht bereits zwischen Dillenburg und Sinn.

„Führung nicht aus der Hand geben“

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„Wir sollten diesen wichtigen Teil der strategischen Führung nicht in andere Hände geben“, sagt Stefan Scholl, einer der beiden SPD-Fraktionsvorsitzenden. Es gehe nicht darum, die Arbeit der Dillenburger Rathausbediensteten zu kritisieren. Die sei hervorragend.

Warum es aus Sicht des Bürgermeisters besser ist, die Finanzverwaltung auf Dauer so zu strukturieren, wie es derzeit der Dienstleistungsvertrag regelt, dazu will der Rathauschef im Vorfeld der Parlamentssitzung keine Stellungnahme abgeben. „Ich werde das in der Sitzung ausführlich erläutern und begründen“, sagte er. (hk)