„Videoüberwachung“ am Bahnhof startet

aus Stadt Herborn

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Informationspflicht: Die Aufkleber an den Zugängen zum Bahnhof sind fünfsprachig. Die Schilder darunter weisen auf die nächtliche Schließung des oft von Vandalismus betroffenen Gebäudes hin.  Foto: Weirich

Die echte Videoüberwachung am Herborner Bahnhof soll möglichst noch in diesem Jahr beginnen. Als ersten Baustein auf dem Weg zum Abschrecken vor Vandalismus und Gewalttaten...

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HERBORN. Die echte Videoüberwachung am Herborner Bahnhof soll möglichst noch in diesem Jahr beginnen. Als ersten Baustein auf dem Weg zum Abschrecken vor Vandalismus und Gewalttaten hat die Stadt Herborn nun Kamera-Attrappen in der Empfangshalle installieren lassen.

"Achtung! Videoüberwachung" – so steht es auß;er auf Deutsch auch in Englisch, Spanisch, Französisch und Türkisch auf den weiß;-roten Aufklebern, die an den Türen zum Bahnhofsgebäude auf das neue Vorgehen hinweisen. In den Ecken der Empfangshalle sind in luftiger Höhe Kameras angebracht – allerdings sind es bisher nur Attrappen.

Detailfragen müssen noch geklärt werden

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Die Stadtverwaltung wollte aber nicht weiter warten, bis das Genehmigungsverfahren für eine Videoüberwachung abgeschlossen sein wird: Immer wieder und viel zu oft muss sie für die Schäden aufkommen, die Randalierer im Bahnhof anrichten.

Mal sind es Schmierereien an den Wänden, mal sind es eingeschlagene Scheiben von Fenstern und Türen. Oder ein Unbekannter hinterlässt seine Exkremente da, wo man sie nicht hinterlassen sollte ...

"Das ist der erste Schritt zur Abschreckung", sagt Bürgermeister Hans Benner. Schließ;lich sehe nicht jeder Nutzer des Bahnhofs auf Anhieb, dass es sich bei den "Kameras" um Attrappen handelt. Derweil laufen die Vorbereitungen zum Installieren einer echten Videoüberwachungsanlage weiter.

"Ich hoffe, dass wir noch in diesem Jahr Kameras für die ersten Teilbereiche installieren können", sagt Volker Lang. Aber bis dahin müssten noch viele Details geklärt werden, berichtet der Ordnungsamtsleiter.

Vor allem die Stellungnahme des Datenschutzbeauftragten der Landesregierung stehe noch aus, sagt Lang. Generell sei Videoüberwachung zwar erlaubt, dennoch müsse jeder einzelne Antrag mit der Situation vor Ort begründet werden können. Dazu hat Lang auch schon viele Gespräche mit der Bundes- und der Landespolizei geführt. Erst wenn die Stellungnahme aus Wiesbaden da ist und weitere Einzelheiten mit dem Landeskriminalamt abgestimmt sind, kann die Stadt die Ausschreibung für eine Videoüberwachung angehen, sagt Lang. Wann es soweit ist, weiß; er noch nicht. (jöw)