Attraktivität ausbauen

„Wir müssen uns gegenüber den Ballungsräumen behaupten“, sagte Flammer. Gerade auf junge Menschen übten die Metropolregionen große Anziehungskraft aus. Das Thema Fachkräftemangel hatten die Unternehmer an Lahn und Dill bereits im aktuellen Konjunkturbericht als eines der wichtigsten Risiken benannt. „Zur Attraktivität gehören aber auch die Verfügbarkeit von Flächen und der Ausbau der Infrastruktur“, so Flammer weiter.

„Auch hier stehen wir bei der Aufmerksamkeit und Prioritätensetzung von Landes- und Bundespolitik in Konkurrenz zu den Ballungszentren – allzu oft in ihrem Schatten.“ Gleichzeitig gerieten als sicher erachtete Grundpfeiler des Wirtschaftssystems ins Wanken. Flammer: „Gefahren, zu mindest heftigen Gegenwind für Freihandel und offene Märkte erleben wir ausgerechnet aus den USA.“

Starkes Europa wäre wichtiger denn je

Dabei wäre ein starkes und handlungsfähiges Europa gerade jetzt wichtiger denn je. „Aber auch hier erkennen wir Risse, die nicht nur in Form des Brexit sichtbar werden“, sagte der IHK-Präsident und rief alle Unternehmer auf, angesichts dieser Herausforderungen auch über den Tellerrand der eigenen Unternehmen hinaus für den europäischen Gedanken Flagge zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen.

Die IHK biete dafür eine „hervorragende Plattform“, so Flammer: „Aus unserer Vollversammlung heraus in der Region, über das Netzwerk des HIHK und DIHK in Land und Bund sowie die AHKs in aller Welt.“

Grünes Licht gab die Vollversammlung dem „Ausschuss zur Weiterentwicklung der Geschäftsstelle Wetzlar“, mit den Planungen der Sanierungsmaßnahmen fortzufahren. Eine Baugenehmigung liege mittlerweile vor. Mit der Ausschreibung der Gewerke soll nun begonnen werden. (red)


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