Der Roboter, der perfekt ein Bier einschenkt

Wettbewerb  Mittelhessische Azubi-Teams nehmen mit ihren kreativen Projekten an „M+Eine Zukunft“ teil

Den „RoboServe“ präsentierten die Azubis der Isabellenhütte Heusler, David Dobner, Robin Kneller, Niklas Kring und Moritz Weber. (Foto: privat)
Ein virtueller Rundgang für Azubis ist das Projekt von Alexander Hof, Frederik Will und Kevin Abdulaev von WESO-Aurorahütte. (Foto: privat)
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Alle sind kreative und zukunftsorientierte Projekte junger Auszubildender in mittelhessischen Unternehmen, die am Hessenmetall-Nachwuchswettbewerb „M+Eine Zukunft“ im Haus der Wirtschaft Frankfurt teilgenommen haben.

Innovationspotenzial, Kreativität und zukunftsorientierte Impulse gehören zu den zentralen Anforderungen des Wettbewerbs. Als Impulsgeber verstanden sich auch die drei Teams und begeisterten mit ihren spannenden Projekten und hervorragenden Präsentationen Publikum und Jury.

In der Kategorie „Administration und Personalmanagement“ trat das Team der Firma Isabellenhütte Heusler GmbH & Co. KG, Dillenburg, unter Leitung von Ausbildungsleiter Mario Hofmann mit dem vielversprechenden Thema „RoboServe“ an. Der RoboServe ist ein Azubi-Projekt von David Dobner, Robin Kneller, Niklas Kring und Moritz Weber, das ursprünglich als Attraktion für den Familientag der Isabellenhütte konstruiert und gebaut wurde. Der selbst programmierte Roboter kann spektakulär ein 0,5-Liter-Bier in ein Weizenglas einschenken – und das mit perfekter Schaumkrone und ohne einen Tropfen zu vergeuden. Das imponierte nicht nur den Besuchern des Familienfestes, sondern erwies sich auch als absoluter Eyecatcher, über den das Publikum mit Begeisterung spricht.

Mit der VR-Brille durch Ausbildungswerkstatt

In gleicher Kategorie stellten die Auszubildenden Alexander Hof, Laura Koppers, Frederik Will, Kevin Abdulaev und Ausbilder Wolfgang Hoffmann von der WESO-Aurorahütte GmbH, Gladenbach, ihr Projekt mit dem spannenden Namen „Digital und Innovativ Ausbildungsentwicklung bei WESO“ vor. Das Team sieht in der fortschreitenden Digitalisierung aller Prozesse des Unternehmens auch der Ausbildungsentwicklung eine Chance, Jugendliche für eine Ausbildung in ihrem Unternehmen zu gewinnen. Mit einer 360°-Kamera erstellten die Azubis deshalb einen ansprechenden und informativen, virtuellen Rundgang durch Ausbildungswerkstatt, Verwaltungsabteilung und Fertigungsbereiche, um die Firma zum Beispiel auf Bildungsmessen über VR-Brillen digital und realitätsnah zu präsentieren.

Zum Thema „Hyperion-Light“ präsentierte das Team der Limtronik GmbH, Limburg, unter Ausbildungsleiter Michael Schwertel in der Kategorie „Einzelne Produkte und Dienstleistungen“ ihre innovativen Ideen. Philemon Huber, Daniel Sacher, Awet Foto Habtay und Sedrick Faber haben sich der Farbsehschwäche angenommen. Für Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie ist das ein großes Problem, weil Farbcodierungen sehr verbreitet und sicherheitsrelevant sind. Das Team entwickelte eine Tischlampe, die es jedem Mitarbeiter ermöglicht, das Farbspektrum seiner Lampe individuell einzustellen.

So kann die Farbsehschwäche ausgeglichen und die Qualität an den optischen Kontroll-/Reparaturplätzen verbessert werden. Im nächsten Schritt soll eine professionelle Arbeitsplatz-Leuchte zur Marktreife gebracht werden.

Trotz der interessanten Projekte mussten sich die drei Teams leider in ihren jeweiligen Kategorien knapp geschlagen geben. Dirk Hohn, Geschäftsführer Hessenmetall Mittelhessen, war dennoch beeindruckt: „Es bedarf eines hohen Engagements und Interesses der jungen Auszubildenden, um sich die Kenntnisse anzueignen, die für solche Projekte notwendig sind und die über das in der Ausbildungszeit vermittelte Wissen hinausgehen.“ (red)


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