Erstes „Hessen-Büro“ wird eröffnet

ARBEITSWELT  Landesregierung will mit dem Projekt die „Arbeit zu den Menschen“ bringen

Statt in die Ballungsgebiete pendeln in der Heimat arbeiten: Das Land Hessen sorgt mit dem Hessenbüro dafür, dass Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze zum Teil in der Heimat haben können. (Foto: Beuster)

„Kilometer sparen, dadurch Umwelt, Nerven und den Geldbeutel schonen, mehr Zeit für sich und die Familie finden, aber auch in offenen Räumen besser mit den Kollegen zusammenarbeiten.

Das ist seit Montag in Limburg möglich, im landesweit ersten Hessen-Büro“, sagte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer. „Mit dem Hessen-Büro bieten wir Kolleginnen und Kollegen, die im Finanzamt Hofheim arbeiten, aber im Raum imburg wohnen, die Möglichkeit, einen Teil ihrer Arbeit ganz in ihrer Nähe zu leister“, sagt Schäfer.

Das Hessen-Büro steht auch Beschäftigten aus anderen Bereichen der Landesverwaltung offen

„Das kann locker 120 Kilometer am Tag und eineinhalb Stunden auf der traße sparen. Mit dem Hessen-Büro bringen wir einmal mehr Arbeit zu den enschen und in die Heimat“, sagt Schäfer. Das Hessen-Büro in Limburg ist ein Pilotprojekt und Teil der Strukturreform der

Hessischen Finanzverwaltung, mit der Finanzminister Schäfer Arbeit zu den enschen und in die Heimat bringt. Für das Hessen-Büro werden Büroräume in imburg angemietet. Rund 30 Beschäftigte des Finanzamts Hofheim, die weniger endeln möchten, können dort zunächst zwei Tage die Woche arbeiten.

„Das HessenBüro ist nicht nur ein Pilotprojekt für uns, bei dem wir gucken möchten, ob es etwa eine gute Ergänzung zu der schon seit Jahren in der hessischen Steuerverwaltung praktizierten Telearbeit ist. Es ist aber auch ein Pilotprojekt für die gesamte Landesverwaltung und Teil der Initiative Land hat Zukunft“, sagte Finanzminister Schäfer. „Das Hessen-Büro steht auch Beschäftigten aus anderen Bereichen der Landesverwaltung offen. Wir sind dazu in Gesprächen und es ist gut möglich, dass hier in einigen Wochen nicht nur Finanzer, sondern auch Kolleginnen und Kollegen anderer Behörden arbeiten.“

Schäfer weiter: „Ich bin selber sehr gespannt, welche Erfahrungen unsere Beschäftigten in dieser neuen Form modernen und flexiblen Arbeitens machen werden. Einen ersten Eindruck davon werde ich mir gemeinsam mit Ministerpräsident Volker Bouffier machen können, wenn wir am 17. September das Hessen-Büro besuchen und offiziell eröffnen werden.“ (red)

 

Arbeitsplätze in ländlichen raum verlagert

Zum Jahresbeginn 2018 konnten von 35 hessischen Finanzämtern sechs im ländlichen Raum gelegene Ämter von der Strukturreform profitieren: die Ämter Alsfeld-Lauterbach, Bensheim, Schwalm-Eder, Nidda, Limburg-Weilburg und Michelstadt. „Mit dem Hessen-Büro in Limburg sind es bisher rund 140 Arbeitsplätze, die wir zu den Menschen in die Heimat gebracht haben. Ich finde, das ist eine ansehnliche Zwischenbilanz, denn zuvor mussten und müssen neue Strukturen geschaffen, die Arbeit neu organisiert werden“, sagte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU). „In Lauterbach haben wir den Bau eines neuen Amtes angestoßen, in Bensheim wird bereits an weiteren Stockwerken für unser bestehendes Amt gebaut. Unser Ziel ist es, 500 Arbeitsplätze raus aus den Ballungszentren in ländlicher gelegene Ämter zu verlagern.“ (red)


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2018
Kommentare (0)
Mehr aus Aus der Wirtschaft