Nahles lobt den Arbeitsschutz

POLITIK Bundesarbeits- und Sozialministerin besucht Outokumpu-Nirosta in Dillenburg
Informiert sich bei den Beschäftigten: Andrea Nahles (SPD, 2. v.l.), Bundesministerin für Arbeit und Soziales, im Gespräch mit einem Auszubildenden von Outokumpu-Nirosta (r.). Dem Gespräch folgen (v.l.) Dr. Oliver Greven, technische Leiter des Konzerns, der SPD-Landtagsabgeordnete Stephan Grüger, Dagmar Schmidt, Direktkandidatin der SPD Lahn-Dill für die Bundestagswahl, und der Betriebsratsvorsitzende Ralf Heppenstiel. (Foto: Hoge)

Nahles machte sich am Freitagnachmittag ein Bild vom finnischen Stahl-Konzern Outokumpu-Nirosta - gemeinsam mit Dagmar Schmidt, der Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten für den Lahn-Dill-Kreis, sowie Landrat Wolfgang Schuster und dem Landtagsabgeordneten Stephan Grüger.

Nachdem die 47-Jährige Bekanntschaft mit der Baustelle an der Kasseler Straße gemacht und sich einige Minuten verspätet hatte, begrüßte der Betriebsratsvorsitzende Ralf Heppenstiel die Politikerin in Dillenburg . Einen Einblick in das Unternehmen gab Dr. Oliver Greven, der Technische Leiter des Dillenburger Werks.

"Das ist echt cool", entfuhr es Nahles, als Greven darauf hinwies, dass das One World Trade Center in New York mit Edelstahlplatten des Werks und deshalb "Made in Dillenburg" sei. Begeistert zeigte sich die Sozialdemokratin von den Maßnahmen gegen Arbeitsunfälle. "Jedes Jahr sterben weltweit 2,3 Millionen Menschen durch einen Arbeitsunfall oder an den Folgen", betonte die Arbeits- und Sozialministerin und sprach von einem "heimlichen Krieg". Projekte wie der "Vision Zero Fund, ein von den G7-Staaten gestarteter Fonds zum Unfallschutz, seien von enormer Bedeutung. "Minimaler Einsatz, maximales Ergebnis", fasste sie zusammen.

Im Anschluss besichtigte Nahles die Ausbildungswerkstatt von Outokumpu-Nirosta und suchte mit mehreren Auszubildenden das Gespräch.

Nach dem Stopp beim finnischen Stahlkonzern geht es für die Politikerin zum Schulfest ihrer Tochter

"In Deutschland stehen wir - auch durch die Digitalisierung - vor großen Herausforderungen", erklärte die SPD-Politikerin und fügte hinzu: "Daran, dass die Ausbildung gut läuft, haben wir ein großes Interesse."

Nahles warb in Dillenburg auch für das von ihrer Partei geforderte Arbeitslosengeld Q, nach dem Arbeitslose länger Arbeitslosengeld I bekommen sollen, wenn sie sich weiterqualifizieren. "Wir brauchen eine nationale Weiterbildungsstrategie. Zurzeit vermittelt die Bundesagentur für Arbeit. Wir wollen eine Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung", sagte Nahles.

Auch in der heißen Wahlkampfphase hatte ein Termin für Nahles allerhöchste Priorität. "Meine Tochter hat nachher eine Regenbogen-Aufführung auf dem Schulfest. Ich habe versprochen, dabei zu sein", sagte die Sozialdemokratin, bevor sie sich auf den Weg machte. Dass der Nachwuchs im gelben Kostüm - und nicht in der Parteifarbe Rot - auf der Bühne steht, spielte da ausnahmsweise keine Rolle.


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