Unternehmer drücken die Schulbank

BILDUNG  Angebot richtet sich an Führungskräfte und Inhaber, die sich weiterentwickeln wollen

Stellen das neue Bildungsangebot in Limburg vor: Peter Müller (v.l.), Chef des federführenden Instituts für Integrative Wirtschaftsförderung, mit Schulleiter Claus Prégardien. (Foto: privat)

Über den Bonner Verein „Institut für Integrative Wirtschaftsförderung“ tritt die Institution mit dem Limburger Claus Prégardien als Schulleiter im besonderen Format an. Der Unterricht wird an zehn Tagen über das Jahr verteilt jeweils samstags angeboten, Lernort ist das Kloster Bethlehem. Nicht nur das Format ist außergewöhnlich, auch diejenigen, die die Schulbank drücken. Denn sie leiten eigene Unternehmen und Firmen, Einrichtungen oder sind dort in verantwortlicher Position tätig.

Führungsfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit, unter diesen Themen bietet die Unternehmerschule verschiedenen Module an. Personalführung, Management, Finanzwesen und Finanzplanung oder Vermarktung und Kunden sind Themen.

„Müssen gestandene Unternehmer in die Schule gehen?“, diese Frage stellte sich auch Limburgs Bürgermeister Marius Hahn (SPD). Die Antwort lieferte er mit, denn Lernen sei heute ein lebenslanger Prozess. Mit der Unternehmerschule könne die heimische Wirtschaft gezielt gestärkt werden.

Auch Elmar Bouillon von der MNT-Gruppe, Sponsor der Unternehmerschule, zollte dem Konzept mit dem breit gefächerten Unterrichtsangebot Anerkennung. Nach seiner Einschätzung gibt es viele Unternehmer, die eine hohe fachliche Kompetenz an den Tag legen, aber Schwächen zum Beispiel in der Betriebswirtschaft aufweisen, was sich dann negativ auswirke. Die Unternehmerschule biete dabei gute Ansätze, um vorhandene Defizite aufzuarbeiten. Die Unternehmerschule in Limburg ist Teil des Netzwerks Integrative Wirtschaftsförderung, das wiederum an einen eingetragenen Verein angegliedert ist. Peter Müller, Vorstandsvorsitzender des Bonner Instituts, ist Initiator und Erfinder der Unternehmerschule und zeigte sich zum Auftakt stolz darauf, dass in Limburg nun die erste Unternehmerschule in Hessen eröffnet hat. Über 20 Unternehmerschulen gibt es nach Angaben von Müller bereits. „Wo lernt der Unternehmer denn Unternehmer zu sein?“, so seine Frage in die Runde. Dabei sei es wichtig, unternehmerische Kenntnisse auszuweisen. Nur 15 Prozent aller Existenzgründer in Deutschland schaffen es nach seinen Angaben, die ersten fünf Jahre zu überstehen.

Aus der Praxis heraus entwickelt

„Das spannendste ist der gegenseitige Austausch“, versprach Claus Prégardien, der die Unternehmerschule Limburg leitet. Das entspreche auch der Intention der Schule, möglichst viel aus der Praxis heraus zu entwickeln. Daneben spreche auch der branchenübergreifende Ansatz für ein gutes Lernergebnis.

Die erste Lernveranstaltung findet in Limburg am 14. April statt. Weitere Informationen gibt es unter www.netzwerk-niw.de oder per Mail unter info(at)netzwerk-niw.de. (red)


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