Praktikum bei der Firma Rittal

Hannah Minow baut eine Pneumatikschaltung in der Ausbildungswerkstatt von Rittal zusammen.(Foto: privat)
Einführung in die Funktionsweise einer Maschine.(Foto: privat)
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Auch dieses Jahr durften wieder Schüler des Physik Leistungskurses ein Praktikum bei der Firma Rittal absolvieren. Eine Woche lang konnten wir Erfahrungen und Eindrücke in der Ausbildungswerkstatt in Wissenbach sammeln, um uns so auf unsere mögliche Zukunft vorzubereiten. Das Praktikum startete am 20.Mai und dauerte eine Woche. Zu Beginn der Woche stellte Herr Tobias Sohn (Ausbilder bei der Firma Rittal) uns den Ablauf der kommenden Woche vor und führte uns anschließend durch das Werk der Firma Rittal in Wissenbach. Anschließend wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, um eine bessere Betreuung zu gewährleisten. Während die eine Gruppe eine Maschine abmontierte und wieder aufbaute, um dabei die Maschine und ihre Einzelteile näher kennenzulernen, baute die andere Gruppe Stromkreise anhand vorgegebener Aufgabenstellungen auf. Nach diesen Übungen bekamen wir eine Einführung in die Pneumatik. Der Theorieteil wurde natürlich auch in die Praxis umgesetzt und wir versuchten uns daran, einen Zylinder mithilfe der gelernten Kenntnisse, zum Laufen zu bringen. Am nächsten Tag wurden die beiden Gruppen getauscht, sodass jeder einmal einen Einblick in die Pneumatik bekommen konnte und auch selbst die Maschine auf- und abbauen konnte. Nachdem beide Gruppen mit ihren Tätigkeiten fertig waren, kamen wir wieder zusammen und uns wurde erklärt, wie man eine Schaltung programmiert. Dieses Wissen sollten wir an einem anderen Tag anwenden, indem wir ein Programm schreiben, um die Maschine, die von beiden Gruppen aufgebaut wurde, zu bedienen.

Am Mittwoch ging es für uns in die Abteilung des Technischen Produktdesigns. Dort bekamen wir einen Einstieg in die Arbeit mit 3D-Software. Nach kurzen Erläuterungen durften wir auch hier wieder selbstständig arbeiten. Außerdem wurde uns das Prinzip des Projektmanagements erklärt. Das heißt, der gesamte Weg von einem Auftrag bis hin zur fertigen Maschine. Dadurch bekamen wir einen Einblick in die Arbeit, die geleistet werden muss, bevor es an den eigentlichen Bau geht.

Am Donnerstag haben wir uns mit dem Werkstück, welches wir Montag und Dienstag auseinander und wieder aufgebaut hatten, näher beschäftigt. Dabei hat uns vor allem die Funktionsweise der elektrischen Bauteile interessiert, da wir im Laufe des Tages die Steuerung des Werkstücks selbst programmieren sollten. Nachdem wir alle Fragen geklärt hatten, haben wir uns dann mit der Programmiersoftware LOGO beschäftigt. Wir sollten dazu Aufgaben lösen, die in ihrem Schwierigkeitsgrad zunahmen. Als wir die Aufgaben fertiggestellt hatten und wussten, wie man mit der Programmiersoftware umgehen muss, haben wir uns in Gruppen damit beschäftigt, eine Lösung für die Programmierung des Werksstücks zu finden. Als alle Gruppen ihr Programm fertiggestellt hatten, haben wir ausprobiert, ob diese auch wirklich funktionieren. Auch wenn keins der Programme so funktioniert hat, wie es sollte, haben wir die Programmierung prinzipiell verstanden.

Am Morgen des letzten Tages lernten wir Herrn M. Daub (Maschinenbauingenieur) kennen. Dieser erklärte uns die Arbeit der Konstrukteure in der Firma Rittal und welche Aufgaben diese erfüllen. Als Beispiel diente eine Maschine, die in Wissenbach konstruiert wird. Dabei konnten wir die einzelnen Schritte verfolgen. Von den Anforderungen, die an die Konstrukteure gestellt werden, über die ersten Zeichnungen und die ersten fertigen Werkstücke bis hin zur fertigen Maschine.

Danach sind wir zusammen mit Herrn Hecker, Ausbildungsleiter bei Rittal, zu dem Rittal-Werk in Rittershausen gefahren, welches ungefähr 15 Minuten entfernt von Wissenbach liegt. Dort hat uns dann Herr Hecker durch das Werk geführt und die einzelnen Stationen im Werk erklärt. Schnell wurde uns klar, dass die Dimensionen deutlich größer sind.

Das einwöchige Praktikum bei Rittal war eine sehr gelungene Erfahrung. Wir haben nicht nur einen Einblick in verschiedene technische Berufe bekommen, sondern auch die Produktionsmethoden einer so großen Firma wie Rittal kennengelernt und durften selbst sehr viele praktische Erfahrungen sammeln. Besonders gut war dabei, dass sich die Praxis nicht nur auf einen speziellen Beruf beschränkt hat, sondern wir viele unterschiedliche Dinge kennenlernen konnten.


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